Kreative Texte

Verwunschenes Fantasia

Leise knackt das Unterholz als er den Weg durch den dichten Wald einschlägt, als wäre es das erste Mal. Die Umgebung kommt ihm ungewöhnlich unwegsam und verwachsen vor. Wüsste er es selbst nicht besser, er hätte vermutet, dass diesen abwegigen Pfad noch nie eine Seele gelaufen sei.

Knack, knack. Schritt um Schritt setzt er seinen beschwerlichen Gang fort. Unbeugsame Natur. Wege, die hätten welche sein sollen, waren zu einem Wirrwarr von Ästen und Hindernissen verkommen.

Er wusste, dieser Teil des Forsts müsste ihm bekannt sein. Er wusste, hier wäre ein Bächlein geflossen – nur, dass es eben nicht so war. Es fließt kein Bach – alles ist dürr und trocken. Auch die Geräusche sind vergangen. Nicht ein kleinstes Geräusch erinnert an das rege Leben, das hier einst herrschte.

Kack und Knartz. Lianen und dorniges Gespann versperren den Weg. Ein riesiger widerspenstiger Stachel schneidet sich tief ins Fleisch, als er sich zu schnell zu bewegen wagt. Schmerz durchfahren, fluchend tastet er nach der blutenden Stelle an seinem Bein.

Was war hier bloß geschehen?

Ein Gedanke zu „Verwunschenes Fantasia

  1. Dreihundertfünfundsechszig Tage. Ich möchte an all diesen 365 Tagen des Jahres kreativ sein und mal kleinere, mal größere Texte verfassen.

    Dies ist mein erster Versuch, dieses Journal mit Leben zu füllen.Reference

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